Erstaunlicherweise waren wir trotz unserer Lust am Reisen und der Begeisterung für faszinierende Landschaften noch nie in Island! Bisher hatten wir uns das für später aufgehoben, um vielleicht irgendwann einmal mit richtig viel Zeit die Insel zu erkunden, und sind stattdessen die langen Strecken in die entfernteren Ecken der Welt geflogen. Aber warum eigentlich warten? Und auch wenn wir sonst meistens nur einmal ein bestimmtes Ziel ansteuern: Island ist sicher auch eine zweite Reise wert.
Zwar haben wir jetzt nicht einmal zwei Wochen Urlaub, aber Island liegt nur 3:45 Flugstunden von Deutschland entfernt so dass man auch nicht viel länger als bis auf Malta oder Madeira fliegt, was wir mal als Alternativen überlegt hatten. Und in 12 Tagen sollten wir es schaffen, entlang der berühmten Ringstrasse um die ganze Insel zu fahren, denn viele Höhepunkte liegen direkt an der Strasse oder erfordern nur einen kleinen Abstecher.
Anfang Oktober ist sicherlich nicht die Hauptreisezeit, und wir werden mit niedrigen einstelligen Temperaturen und viel Regen rechnen müssen. Aber nachdem wir mit Bali im Mai viel Sonne und warmes Wasser erlebt haben, macht das jetzt (hoffentlich) auch nichts aus, und nach den Erfahrungen dort wollten wir auch den Touristenströmen aus dem Weg gehen. Und da die Nächte dunkler werden, besteht vielleicht sogar die Chance auf Polarlichter!
Die Fahrt zum Flughafen am späten Nachmittag verlief ohne Probleme, aber da wir wegen der notorischen Unzuverlässigkeit der Bahn genügend Puffer eingeplant hatten, haben wir die Zeit bis zum Abflug um 21:50 genutzt, um den nächsten Tag noch etwas genauer zu planen und nach dem Hotel am Flughafen zumindest schon einmal die nächste Unterkunft zu buchen. Alle anderen Hotels werden wir spontan aussuchen, und ausserhalb der Saison sollte das kein Problem sein.
Angekommen sind wir dann im ABC Hotel in der Nähe des Flughafens erst nach Mitternacht, aber da wir hier sogar zwei Stunden vor der deutschen Zeit liegen ging es entsprechend müde ins Bett.