Eigentlich lag das ABC Hotel ganz praktisch nur 15 Minuten zu Fuß von der Mietwagenstation entfernt, aber wenn es bei starkem Wind regnet wird eine Jeanshose entsprechend nass! Die erste Lektion war damit gelernt: den Rest des Tages habe ich jedes Mal die Regenhose übergezogen, wenn wir das Auto verlassen haben!
Auf dem Weg Richtung Reykjavik haben wir uns kurzfristig entschieden, mit einem Besuch des Perlan Naturkunde-Museums dem Regen zu entgehen. Nach einem kurzen aber beeindruckenden Film über einen Vulkanausbruch 2021 konnten wir auch schon die Vorführung einer simulierten Fahrt in einen Vulkan miterleben, die eigentlich erst in ein paar Tagen offiziell eröffnet wird. Mit dem anschliessenden Gang durch einen minus 15 Grad kalten Eiskanal haben wir damit gleich zum Start Island’s Motto von „Feuer und Eis“ erleben können. Der Rest des Museums ist recht überschaubar, aber im Planetarium konnten wir einen Vorgeschmack auf die hoffentlich zu erwartenden Nordlichter bekommen und in der Kuppel gab es neben einem späten Frühstück im Café einen ersten Blick auf Reykjavik, wo wir allerdings erst zum Schluss einen Stop einplanen.




Stattdessen ging es am frühen Nachmittag bei nachlassendem Regen zum ersten Stopp am Thingvellir Nationalpark, wo im Jahr 930 das isländische Parlament seinen Ursprung fand. Beeindruckend ist hier die Landschaft entlang des tektonischen Graben zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte, und mit dem Öxarafoss konnten wir jetzt den ersten der vielen Wasserfälle in Island erleben.




Es wurde nun schon langsam spät, aber an so einem Wasserfall kann man schliesslich nicht einfach vorbeifahren!


Ein paar Kilometer weiter ist mit dem Strokkur ein Geysir aktiv, der alle 5-6 Minuten ausbricht so dass wir nicht lange auf Fotogelegenheiten warten mussten.

Das letzte Ziel des Tages war aber dann wieder ein Wasserfall, und der Gulfoss zählt schon zu den grössten in Island.



Das Ziel den Touristen aus dem Weg zu gehen hat aber bisher nicht funktioniert: bei diesen Höhepunkten war auch jetzt Ende September jede Menge los; kaum vorstellbar wie das im Sommer aussehen muss.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt und 220km am ersten Tag erreichten wir unsere Unterkunft in der Nähe von Selfoss, das Lambastadir Guesthouse.