Zuviel Regen für schöne Schluchten und Gletscher

Die ersten zwei Tage hatten wir ja wenigstens noch längere Lücken im Regen, so dass wir bei den vielen Stopps einiges sehen konnten. Aber heute hat es fast ununterbrochen geregnet, so dass wir entweder sehr nass wurden oder gar nicht erst aussteigen konnten.

Beim ersten Stopp an der Fjaðrárgljúfur Schlucht gab es zumindest für einige Minuten die Gelegenheit, nicht nur Fotos vom Weg und der Plattform über der Schlucht zu machen sondern auch aus 100 Metern Höhe, aber nass wurden wir trotzdem.

Und auch hier gab es natürlich einen Wasserfall.

Der Hamrafoss ist einer der vielen anderen Wasserfälle, die man von der Ringstrasse sehen kann. Fast direkt gegenüber liegt der Dverghamrar Felsen aus Basalt.

An den Gletschern Skafatellsjökull und Svinafellsjökull mussten wir vorbeifahren, denn hier war der Regen einfach zu stark und man konnte kaum etwas vom Gletscher erkennen. Ein paar Kilometer weiter gab es einen Aussichtspunkt auf den Fjallsjökull Gletscher und die Lagune mit Eisblöcken, aber auch hier wären bei schönem Wetter die Foto sicherlich eindrucksvoller geworden.

Am Jökulsárlón Gletschersee schwammen ebenfalls schon richtige Eisberge, und wenn diese aus der Bucht aufs Meer treiben werden die Bruchstücke von den Wellen wieder an den Strand geworfen, was diesem den Namen „Diamond Beach“ gegeben hat. Heute gab es aber nur wenige Stücke, und weil viele Leute lieber Fotos von sich selbst machen ist es gar nicht so einfach mal ein Foto ohne Touristen zu machen.

Am Morgen hatten wir uns aufgrund des vorhergesagten Regens kurzfristig entschieden, eine Tour zu einer Eishöhle zu buchen, in der Hoffnung dass es da zumindest von oben trocken sein würde. Mit einem „Superjeep“ (eher einem Allrad-Bus für 14 Passagiere) ging es zunächst offroad bis an den Breiðamerkurjökull Gletscher, aber zum Glück blieb es dann lange genug trocken für eine Wanderung mit Spikes an den Füssen über den Gletscher bis zu der Höhle. Der Weg war durchaus interessant so dass die eher wenig spektakuläre Höhle nicht so enttäuschend war; die Bilder im Internet sahen schon etwas beeindruckender aus. Offenbar müssen die Guides aber auch immer wieder neue Höhlen suchen, da diese wegschmelzen.

Trotz des hohen Preises für die Tour war hier aber richtig viel los, so dass man in der Höhle schon anstehen musste um Fotos zu machen und es danach in einer langen Schlange zurück zu den Bussen ging.

Da wir nur für 16 Uhr noch eine 3-stündige Tour buchen konnten, wurde es nach der Rückkehr zum Parkplatz schon dunkel. Die letzte Stunde Fahrt bis zur Unterkunft in Höfn haben wir daher nichts mehr von der Landschaft gesehen.

Das Central Stay war so neu, dass es noch nach frischer Farbe roch. Eigentlich war das nur ein Gebäude mit 10 Zimmern mit einem Zahlenschloss an jeder Tür, für das der Code vorher per Email kam. Praktisch war hier, dass mit dem „Pakkhus“ ein Restaurant in 3 Minuten zu Fuss zu erreichen war. Nach zweimal Mikrowelle haben wir uns mal eine richtige Mahlzeit und sogar ein Bier gegönnt, aber wenn man fast das Doppelte ausgibt wie aus Deutschland gewohnt, wird es wohl noch ein paar Mal ein Fertiggericht aus dem Supermarkt geben :-).