Island in Miniatur

Die Halbinsel Snæfellsnes wird auch „Island in Miniatur“ genannt, denn hier gibt es Vulkane, Lavafelder, Wasserfälle, Gletscher und Strände wie im Rest von Island.

Von unserem Cottage in Hvammstangi sind wir noch bei ziemlich trübem Wetter und sogar mit etwas Schnee gestartet, aber gerade der hat im Tagesverlauf zu fantastischen Bildern auf den schneebedeckten Gipfeln beigetragen. Und Regen macht auch nichts aus, wenn es einen schönen Regenbogen gibt.

Vor der Abfahrt von der Ringstrasse nach Snæfellsnes haben wir aber erst einmal einen kurzen Stopp am Grábrók Krater eingelegt. Hier kann man über 780 Treppenstufen aber dennoch ziemlich bequem bis auf den Kraterrand steigen und von dort auch den Nachbarkrater Grábrókarfell sehen. Noch besser geht es aber wie immer mit der Drohne und wenn man ganz oben startet kommt man mit der Höhenbegrenzung von 120m dennoch ziemlich weit nach oben.

Über die Strasse 60 ging es dann durch die Berge zur Nordküste der Halbinsel, und schon hier gab es spektakuläre Bilder aus der Sicht der Drohne. Selbst ein Regenbogen wird dadurch noch grösser.

Die Strasse 54 führte dann viele Kilometer über Schotter entlang der Küste mit immer wieder beeindruckenden Ausblicken auf die Landschaft, und da jetzt überwiegend die Sonne schien (bis auf eine tiefhängende Wolke an der Kolgrafarfjörður Brücke) waren wir erst recht begeistert.

Gegen 16 Uhr stand die Sonne schon so tief dass wir weiterfahren wollten und keine Zeit mehr hatten, die 20 Minuten zum Grundarfoss zu wandern. Wie praktisch, dass die Drohne mal eben die 1300m bis zum Wasserfall fliegen konnte um ein Foto aus der Nähe zu schiessen :-).

Am berühmtesten und meistfotografierten Berg Islands, dem Kirkjufell, hatte trotzdem nur noch die Bergspitze etwas Sonne abbekommen. Allerdings hätte man ohnehin nicht das klassische Motiv mit dem Kirkjufellsfoss im Vordergrund fotografieren können, denn wegen Bauarbeiten war der Weg auf die andere Seite versperrt. Die Drohne lässt sich davon aber nicht aufhalten. 🙂

„Island in Miniatur“ ist eigentlich schon untertrieben, denn eine so schöne Landschaft hatten wir bisher noch nicht gesehen.

Zum Sonnenuntergang sind wir noch kurz zur Ingjaldshóll Kirche von 1903 gefahren, wo man auch einen herrlichen Blick zum 1148m hohen Snæfellsjökull hatte.

Unsere Unterkunft in Rif war diesmal etwas speziell. Eigentlich sind wir ja schon zu alt für Hostels aber wenn es dort nicht nur Schlafsäle sondern sogar so coole Zimmer mit Bad und einem gemütlichen Aufenthaltsraum gibt dann ist das auf jeden Fall eine Übernachtung wert.