Heute war der Weg das Ziel: über 300km ging es weiter in den Osten, wo sich die Ringstrasse 1 an den Fjorden entlangschlängelt.
Die erste Stunde konnten wir die schöne Strecke weiterhin nur durch den Scheibenwischer bewundern, aber dann wurde es immer besser, bis wir am Ende des Tages bei strahlend blauem Himmel an unserer Unterkunft ankamen. Da wirken einfach alle Fotos viel besser und es macht deutlich mehr Spaß, diese Landschaft zu erleben.



Wasserfälle gibt es hier auch, und obwohl der Nykurhylsfoss schon etwas kleiner ist muss man auch hier fürs Parken zahlen. Man kann hier aber auch noch am Fluss entlang zu einem weiteren Wasserfall weiter oben wandern, aber dafür gibt es ja die Drohne. 🙂


Ein kleines Stück weiter gibt es den Blábjörg Felsen, dessen vulkanisches Gestein (Ignimbrit) grün schimmert.


Nach einigen weiteren Kilometern entlang der Fjorde ging es dann in die Berge, wo es zwar weiterhin keine Bäume gibt aber zumindest die Sträucher am Boden etwas Herbstfärbung zeigen.




Von Egilsstadir machten wir dann noch einen 27 km langen Abstecher nach Seydisfjördur. Bei unserer Ankunft nach 16 Uhr ging leider gerade die Sonne hinter einen Berg so dass der kleine Ort im Schatten lag. So richtig viel gab es hier aber auch nicht zu sehen; die Strasse zur Kirche ist ganz nett und im Hafen lag die Fähre nach Dänemark, mit der wir auch später mal mit eigenem Wohnmobil nach Island kommen wollen.




Das Vinland Guesthouse lag dann knapp 3km hinter Egilsstadir; im Vordergrund sieht man auch unseren Dacia Duster, den wir bei Icerental 4×4 gemietet haben. Inzwischen haben wir fast 1000km hinter uns, und manchmal habe ich Zweifel ob der noch einmal 1000km hält: noch nie zuvor habe ich ein Auto mit 297.000km auf dem Tacho gemietet! Kein Wunder, dass der im Vergleich zu anderen Preisen in Island erstaunlich günstig war.

Und bei klarem Himmel dann der Höhepunkt des Tages: die ersten Nordlichter!
