Rund um den Myvatn See

Am Morgen war es noch ziemlich bewölkt aber da es später besser werden sollte haben wir erst einmal gemütlich im Hotel gefrühstückt. Bei den Preisen fürs Essen muss man das schließlich ausnutzen, wenn ein Frühstück in der Übernachtung inbegriffen ist.

Bereits in Sichtweite vom Hotel machten wir einen ersten Stopp am Skútustaðagígar, wo ein kurzer Wanderpfad zu mehreren „Pseudo-Kratern“ führt. Diese sind durch eine Dampfexplosion über einem heissen Lavastrom entstanden, haben aber keine Magmazuleitung aus dem Erdinnern wie die Vulkane.

Hier gab es dann auch eine schöne Gelegenheit, Schafe und Islandpferde zu fotografieren.

Nur 6km weiter gibt es einen Parkplatz mit einem kurzen Wanderweg zum „Kalfastrond“ mit ein paar Felsen im Wasser. Und da hier das erste Mal wieder die Sonne hervorkam, bot sich eine gute Gelegenheit, die herrliche Landschaft von oben zu sehen.

Im Wald gegenüber („Höfdi“) kann man auch sehr schön spazieren gehen und die Aussicht auf den See geniessen.

Da jetzt die Sonne schien, sind wir noch einmal zu dem geothermischen Gebiet von gestern gefahren, denn mit dem Sonnenlicht sieht das noch beeindruckender aus. Allerdings war es heute schon richtig kalt mit etwa 3 Grad, und der Wind blies so stark so dass es sich noch viel kälter anfühlte.

Weitere 7km führte eine Strasse hinauf zum Víti-Krater im Krafla Vulkangebiet, wo erst zwischen 1975 und 1984 eine Serie von Vulkanausbrüchen die Landschaft geformt hat. Der Wind blies hier oben aber so kräftig, dass wir Glück hatten dass es uns vom Kraterrand wegtrieb.

Ein geothermisches Kraftwerk nutzt hier oben die Wärme aus dem Boden, und ähnlich wie das Wasser im Thermalbad gestern sind hier auch die Bäche milchig blau. Es gibt sogar eine mitten in der Landschaft stehende Dusche mit warmen Wasser!

Von hier ging es nur noch nach Husavik an der Küste im Norden, so dass wir diesmal nur knapp über 100km gefahren sind. Islandpferde, die Kirche in Husavik und der Sonnenuntergang am Hafen schienen dann die letzten Motive für heute zu sein bevor wir zu unserer komfortablen Unterkunft in einem der „Storigardur Premium Apartments“ fuhren.

Aber nach dem Abendessen in der voll ausgestatteten Küche und dem Wohnzimmer sind wir nochmal ein kleines Stück aus der Stadt gefahren, und wurden wieder mit fantastischen Polarlichtern belohnt!