Unerwartete Abwechslung

Eigentlich hatten wir uns auf einen eher eintönigen Tag mit einer langen Autofahrt ohne große Höhepunkte eingestellt. Das nächste Ziel, die Halbinsel Snæfellsnes, ist von Akureyri über 400km entfernt so dass wir ohnehin eine Übernachtung in der Mitte eingeplant hatten, und ausser dem Hvitserkur Felsen gibt es keine besondere Sehenswürdigkeit auf dieser Strecke.

Wir haben daher gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt, denn auch hier war das im Preis inbegriffen. Dafür dass dies sogar bisher die günstige aller Unterkünfte war, hat uns das Hotel Akureyri und auch das Frühstück wirklich gut gefallen.

Bei abwechslungsreichem Wetter, mit vielen Wolken aber viel Sonne und nur ganz wenig Regen, war das erste Stück durch die Berge schon auf der Straße ein Erlebnis. Aus 100m Höhe konnte ich mit der Drohne aber noch fantastischere Bilder machen.

Nach 200km und vier Stunden (wegen der vielen Fotostopps) erreichten wir dann den Basaltfelsen Hvitserkur. Dieser steht etwa 100m entfernt vom Ufer im Wasser ohne irgendetwas Vergleichbares in der Nähe; schon seltsam wie so etwas zustande kommt.

Ausser dem Felsen sind hier aber auch die Aussicht auf die Küste und die Berge sowie eine Seelöwenkolonie interessant.

Statt den Abstecher von der Ringstrasse zurückzufahren (25km Schotterpiste) und erneut abzufahren zu unserer Unterkunft in Hvammstangi, sind wir weiter nach Norden rund um die Halbinsel Vatnsnes gefahren und wurden mit vielen weiteren schönen Motiven belohnt. Erst am Ende (und seltsamerweise 1km mittendrin) war die Strasse asphaltiert; meistens ging es über eine noch relativ gut zu fahrende Schotterstrasse mit nur vereinzelten kleinen Schlaglöchern.

Mittendrin hatten wir dann ein Schild mit Seelöwen gesehen, und sind spontan den Weg zur Illugastadir Farm gefahren (wo wieder über die Parka App 7 Euro fürs Parken bzw. für die Toiletten und die Erhaltung des Wanderwegs gezahlt werden müssen). Zwei Seelöwen lagen ganz nah und ein dritter schwamm herum, einige andere lagen aber weiter weg.

Und da nun schon die Sonne unterging, gab es nicht nur das klassische Motiv am Meer sondern auch die Gelegenheit, den Sonnenuntergang mit den hier allgegenwärtigen Schafen und Pferden als Hintergrund zu nutzen.

Und als Highlight zum Schluss konnten wir dann den Abend im Mörk Superiour Cottage mit Blick auf den Fjord und die Nordlichter geniessen.